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Blog

Industrie 4.0 und die Bedeutung für die Instandhaltung von Maschinen und Anlagen – Hype oder Chance?

Veröffentlicht am: 17. Juni 2014

Unter diesem Titel habe ich anlässlich der Praxistage 2014 im Palais Eschenbach in Wien gemeinsam mit Dr. Werner Schröder, Geschäftsführer der ÖVIA, einen Vortrag gehalten.

Der Vortrag „Industrie 4.0 und die Bedeutung für die Instandhaltung von Maschinen und Anlagen – Hype oder Chance?“ wurde vom Veranstalter der Praxistage mitgeschnitten und vor kurzem auf YouTube online gestellt. Diejenigen, die mich nicht live erlebt haben, und eine gute halbe Stunde in das Thema investieren wollen, brauchen nur das YouTube-Video aufzurufen.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=UZMF7tSvSoo]

Praxistage 2014

Bei den zweitägigen Praxistagen 2014 haben wir auch mit einem Info-Stand Werbung für unser Unternehmen gemacht.

Praxistage 2014 - Stand

v.l.n.r. Dr. Werner Schröder, Ing. Friedrich Szukitsch, Sabine Szukitsch, Daniel Szukitsch, Sonja Hiermanseder

 

Praxistage 2014

Sonja Hiermanseder und Sabine Szukitsch beim Rollup bei den Praxistagen 2014

 

 

Was ist eigentlich Industrie 4.0 ?

Veröffentlicht am: 6. März 2014

Warum bin ich auf das Thema überhaupt aufmerksam geworden? Nun, es beinhaltet einen Großteil dessen, was wir als Dienstleistung anbieten und worin wir über 30 Jahre Erfahrung haben. Aber was ist Industrie 4.0?  Warum 4.0? Was ist dann 2.0? Dazu muss ich ein wenig ausholen.

Die industriellen Revolutionen

Bisher kannte man in der Geschichte im Wesentlichen drei industrielle Revolutionen. Die erste gründete sich mit dem Einsatz von Maschinen, getrieben von Wasser und Dampf. Bald darauf folgte eine zweite industrielle Revolution durch den Einsatz elektrischer Energie und den Aufbau von Fließbändern und der Massenfertigung. Als nächster Schritt erfolgte der Einsatz von Elektronik und IT, bezeichnet als die dritte industrielle Revolution.

Industrie 4.0 - Grafik industrielle Revolutionen

Initiative Industrie 4.0

Auf Grund der Zielsetzung der deutschen Bundesregierung, den Standort Deutschland in seiner Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten bzw. zu stärken, hat der „Arbeitskreis Industrie 4.0“ Umsetzungsempfehlungen für eine nächste, so bezeichnete vierte industrielle Revolution erarbeitet. Dem Informationszeitalter angepasst und auch aus meiner Sicht als gelungene Marke wurde als Titel Industrie 4.0 gewählt.

Was steckt dahinter?

Jetzt wissen wir zwar, warum das Industrie 4.0 heißt, wir wissen aber noch immer nicht, was dahinter steckt. Die Idee ist, vereinfacht gesagt, durch intensive Vernetzung von IT-Systemen innerhalb und außerhalb der Unternehmen sowie durch den Einsatz neuer IT- und Steuerungsarchitekturen schneller, kundenorientierter, qualitativ hochwertiger und mit geringerem Ressourceneinsatz zu produzieren. Denn das sind auch die Herausforderungen für die industrielle Produktion. Die Losgrößen sinken durch immer ausgeprägtere Individualisierung für den Kunden. Und das in einer für Massenfertigung ausgelegten Produktionsumgebung. Die Produktzykluszeiten und die Zeitspanne von Design to Market werden immer kürzer. Der gleichzeitige  Kostendruck zwingt zu optimiertem Ressourceneinsatz, wobei die Energiekosten immer mehr Bedeutung gewinnen werden. Diese Hürden können nicht mehr durch kontinuierliche Verbesserungen genommen werden, sondern nur mehr durch revolutionäre Schritte.

Einzelmaßnahmen und Gesamtkonzept

Das Spannende an der Geschichte ist ja, dass die Revolution nicht in den Einzelmaßnahmen liegt, sondern in der Umsetzung der Gesamtkonzepte. Denn die dann noch in weiteren Beiträgen aufgeführten Einzelmaßnahmen wurden punktuell bereits umgesetzt, sind bis auf wenige Ausnahmen also nicht neu. Neu jedoch ist die  Umsetzung und das Zusammenspiel aller Ideen, welche hinter Industrie 4.0 stehen.

ARS-Workshop im Juni und Oktober 2016: Industrie 4.0 Individuelle Chancen durch Design Thinking